Kategorie: Archiv

  • Hilfe für die Ukraine

    Hallo Ihr Lieben, viele von Euch haben gefragt, wie Ihr helfen könnt.

    Es ist so weit. Schon am Montag fährt ein LKW aus Bremen mit Lebensmitteln und Hygieneartikel an die ungarisch-ukrainische Grenze. In dieser Region sind viele Flüchtlinge, vor allen Frauen und Kinder, die ohne Ihre Männer und Väter nicht weg gehen wollen. Mein Kollege betreut mit seinem Team ca. 10.000 Menschen und es kommen immer mehr. Die Not ist groß. Wir versuchen sie zu lindern.

    Daher bitten wir Euch den Transport und Kauf der Lebensmittel zu unterstützen.

    Hier ist das Konto:
    Ev. St. -Markus-Gemeinde Bremen / Betr. Hilfe für Ukraine
    Bank: Sparkasse Bremen
    IBAN: DE46 2905 0101 0001 0578 68
    SWIFT-/BIC-Code: SBREDE22XXX

    Ich danke Euch für Euer offenes Herz!
    Mit herzlichen und segnenden Grüßen
    Andreas Hamburg / Pastor St. Markus-Gemeinde

  • 24.02.

    Es sind Verzweiflung, Trauer und Zorn, die mich an diesem Morgen bewegen.

    Eine Freundin aus Odessa schrieb heute Morgen als die ersten Explosionen in der Stadt zu hören waren:

    Meine Kinder schlafen selig.

    Ich kann sie nicht, nein ich will sie nicht wecken und nach den Worten suchen, die diese Geschehnisse erklären können.

    Sie sollen heute länger als sonst schlafen.

    Möge Frieden und Ruhe wenigstens für sie sein …

    Ich bin in Gedanken bei Euch, liebe Ukrainer und Ukrainerinnen, leider nur in Gedanken
    Andreas Hamburg

  • Friedenskundgebung

    Hier ein Text unseres Pastors Andreas Hamburg, der auch als Co-Friedensbeauftragter der Bremischen Evangelischen Kirche tätig ist:

    Vor etwa acht Jahren bin ich bei einem Spaziergang an der potemkinschen Treppe in Odessa einer trostlosen Ratlosigkeit begegnet: Der damalige Außenminister Frank Walter Steinmeier war da, als Minister und Hoffnungsträger und als Mensch, der ratlos und verzweifelt zu sein schien. Annexion der Krim, militärische Auseinandersetzungen in der Ost-Ukraine, Unruhen im ganzen Land und die Politik des Westens, die man in einem Satz wiedergeben kann: „Wir sind besorgt“.

    Eine trostlose Situation, ohne jegliche Aussicht auf Änderung. In diesen Zustand fühle ich mich in diesen Wochen erneut hineinversetzt, trotz der räumlichen Trennung von der Ukraine. Ich weiß nicht, was man tun könnte, sollte oder müsste. Dass wir alle im Westen nun besorgt sind, versteht sich ja von selbst, denn wir wissen längst, dass es bei weitem nicht mehr nur um die Ukraine geht. Und doch sind die Menschen dort näher an der Katastrophe und erleben die Situation anders. Einige dieser Menschen möchte ich heute zu Wort kommen lassen, Menschen die mit mir gemeinsam die Trostlosigkeit von 2014 empfunden und ausgestanden haben:

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