Liebe leben, Leben teilen

Mit diesem Ziel vor Augen versuchen wir, mit Gottes Hilfe Veränderungen anzugehen. Alle Gaben sind wertvoll und werden gebraucht. Jeder Dienst – von A wie Anschrauben bis Z wie Zuhören – hilft der Gemeinde, ihrer Bestimmung gerecht zu werden. Mit einem Fragebogen wollen wir Orientierungshilfe geben. Wenn es weitere Fragen gibt, stehen unsere Diakonin Sandra Langhop und unser Pastor Andreas Hamburg zur Verfügung.

Gemeinsames Leben: Dazu gehört alles, was Gemeinde näher zusammenbringt. Aktivitäten, die keine zusätzliche Arbeit bedeuten, sondern von dem leben, was ich selber liebhabe. Von der Bibelstunde bis zum Stammtisch, vom Glaubensseminar bis Bowling oder Fußball. All das, was unsere Gemeindemitglieder sowieso schon gerne tun, kann für andere geöffnet werden. Ob es sich dabei um Koch- oder Filmabende handelt, ist den Stärken und Vorlieben des Einzelnen überlassen, denn die Menschen tun das sowieso, warum dann nicht gemeinsam mit den anderen. Es geht primär darum, dass diese Angebote irgendwo gesammelt und weitergeleitet werden. Die Gemeinschaft braucht gemeinsame Erlebnisse!

Gottesdienst: Unsere Gottesdienste zeichnen sich durch eine gute Mischung aus traditionellen und freikirchlichen Elementen aus. Diese Besonderheit möchten wir beibehalten. Eine Umfrage unter den Gottesdienstbesucher:innen ergab, dass die Gemeinde mit der Gestaltung der Gottesdienste zufrieden ist. Es geht uns von daher nicht vorrangig um eine Umgestaltung unserer Gottesdienste, sondern vor allem darum, dass das Authentische im Vordergrund steht. Damit diejenigen, die sich aktiv am Gottesdienst beteiligen, ihr Potential und ihre Fähigkeiten entwickeln und vertiefen können, sollen entsprechende Schulungen angeboten werden. Auch an einer besseren Planung und Vorbereitung der Gottesdienste wollen wir arbeiten. Es ist uns wichtig, dass sich alle im Gottesdienst zu Hause fühlen.

Äußerliche Umgestaltung: Der Glaube, in einer engen evangelischen Auffassung, bildet sich von innen nach außen. Dieser Behauptung sei zu widersprechen. Denn die Räume, in denen wir unseren Glauben den Ausdruck verleihen, haben auch ihre Wirkung und können unseren Glauben formen und lebendiger halten. Es wird niemand bestreiten, dass die Gemütlichkeit, die unsere Häuser ausstrahlen von Bedeutung ist, und ein Gefühl der Geborgenheit und des Zuhauseseins vermitteln. Auch die Räumlichkeiten in unserer Kirche haben diese Aufgabe: unserem Glauben ein besonders Zuhause zu geben und einen Raum zu sein, in dem unsere Gemeinschaft sich wohltuend leben und entfalten lässt. Einen großen Segen haben wir durch die hohe Anzahl der Gottesdienstbesucher:innen, die auch gerne zum Kirchkaffee bleiben, und um diesen Wunsch aufrecht zu erhalten und auch die Kirche einladender für Interessierte zu machen, wollen wir unsere Räumlichkeit und Außengelände in neunen Glanz erstrahlen zu lassen. Die Liebe Gottes manifestiert sich auch an der Liebe zu Detail und wird durch die äußere Erscheinung erlebbar.

Kommunikation: Damit Menschen Liebe leben und Leben teilen können, braucht es eine Form der Kommunikation, die ein respektvolles Miteinander fördert. Wir lassen uns vom zweiten Teil des Doppelgebotes der Liebe („Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“) leiten und schaffen an zwei Samstagvormittagen einen Raum, in dem wir erleben können, wie wohltuend eine klare, konstruktive Form der Kommunikation ist: für uns selbst und unser Gegenüber. Konkret beschäftigen wir uns mit folgenden Fragen, um fit für den (Gemeinde-)Alltag zu werden: Wie können wir mit Menschen in Kontakt kommen, die wir noch nicht kennen? Wie bleiben wir gut in Beziehung mit anderen – auch bei Meinungsverschiedenheiten, oder Anlass für Kritik? Wie können wir unserem Gegenüber zuhören und mit seiner/ihrer Sichtweise respektvoll umgehen? Wie können wir uns selbst bewusst wahrnehmen und unsere Bedürfnisse formulieren? Optional finden im Laufe des Jahres weitere Treffen in Kleingruppen statt, um das Gelernte zu vertiefen.

Planungsstand: Am 10. Oktober 2020 fand ein Gemeindeentwicklungsseminar statt. Es wurden einige Ideen für die verschiedenen Bereiche gesammelt und jeweils ein Ziel zur konkreten Umsetzung in nächster Zeit ausgewählt. Die weiteren Wünsche sollen zu einem späteren Zeitpunkt angegangen werden. Am 17.07.2021 fand ein zweites Treffen statt, bei dem der bisherige Stand der Umsetzung und die nächsten Schritte besprochen wurden. Die Ergebnisse werden im folgenden zusammengefasst.

Gemeinsames Leben: Ideen wie gemeinsames Kochen, gemeinsames Fußball gucken, Sprachcafé, Fußballgruppe und vieles mehr wurden angestoßen und sollen umgesetzt werden.

Gottesdienst: Es soll ein Willkommens-Team gegründet werden und die Vorbereitung und Durchführung des Gottesdienstes ausführlicher geplant und abwechslungsreiche Elemente in den Gottesdienst eingebaut werden. Eine Weiterbildung der Beteiligten soll angeboten werden. Wichtig ist uns, dass sich die Besucher:innen “zu Hause” fühlen.

Äußerliche Umgestaltung: Im Kreuzgang soll eine gemütliche Sitzecke entstehen, die einladend gestaltet ist, mit einem Büchertauschregal und einer Kaffeemaschine. Die Flyer sollen ansprechender ausgestellt werden und eine neue Garderobe, die weniger Platz einnimmt, soll angeschafft werden. Außerdem soll der Vorplatz neu gestaltet werden.

Kommunikation: Seminare für interessierte Gemeindeglieder sind erarbeitet worden und können im Herbst stattfinden. Der Zugang zu Seelsorge soll transparenter und niedrigschwelliger gestaltet werden. Besucher:innen sollen Zugang zu Informationen und Kenntnis über Ansprechpersonen erhalten.

Umsetzung: Trotz der Pandemie wurden einzelne Aktivitäten bereits umgesetzt, aber da ist noch „Luft nach oben“. Wir möchten die Umsetzung der Aktivitäten steigern und brauchen weitere Mitarbeitende. Bisher wurde unter anderem der Kreuzgang neu gestrichen und die Fliesen werden abgekratzt – hier wäre weitere Unterstützung eine große Hilfe – es wurde Geld für die Umgestaltung gesammelt und ein Kostenvoranschlag erstellt. Im Rahmen der Streichaktion wurde zur besseren Orientierung eine “Beschilderung” integriert. Ein Kommunikationsseminar wurde geplant und ein Organigramm erstellt. Eine Team-Software wurde ausgewählt und befindet sich momentan in der Erprobungsphase. Sie soll voraussichtlich zum Jahreswechsel eingerichtet sein und die bisherigen Mittel ersetzen.

Nächste Schritte: Innerhalb der vier Themenbereiche gibt es jeweils ein Treffen im Herbst, um die nächsten Schritte umzusetzen. Falls Sie mitdenken oder anpacken möchten, wenden Sie sich gerne an die jeweiligen Ansprechpersonen.