Wie lernt man Menschen aus anderen Ländern und Kulturen besser kennen? Wie kann man diese Menschen begleiten, die sich in unserem Land mit seinen für uns selbstverständlichen Eigenheiten zurechtfinden wollen? Am besten man redet miteinander. Das klingt banal, ist aber im Gemeindealltag nicht immer so einfach. Zumal, wenn man unterschiedliche Veranstaltungen und Gottesdienste besucht, die in der jeweils anderen Sprache abgehalten werden.
Um mehr Zeit miteinander zu verbringen, treffen sich deutsche, iranische, afghanische und ukrainische Gemeindeglieder seit über drei Jahren fünf bis sechs Mal im Jahr zum Sprachcafé. Es findet entweder beim Kaffeetrinken im Anschluss an die gemeinsamen Gottesdienste statt; zwei Mal im Jahr treffen wir uns an einem Samstag zum Frühstück oder zum Grillen, wo es dann jedes Mal sehr leckere landestypische Speisen zu genießen gibt. So trafen wir uns im vergangenen Jahr am Muttertag bei sehr schönem Wetter zu einem Picknick am Werdersee, was allen gut gefallen hat.
Nach dem gemeinsamen Essen widmen wir uns dann einem Thema, in dem wir versuchen, geistliche Aspekte und kulturspezifische Eigenheiten zu bedenken und nach einem kurzen Input gemeinsam über die anstehenden Themen ins Gespräch zu kommen.
Am Muttertag haben wir uns über das Thema „Meine Mutter und ich“ ausgetauscht. Andere Themen waren z.B. „Feste und Feiern“, „Arbeit und Freizeit“, „Die Polizei“, „Die Namen von Jesus“. In den sich anschließenden intensiven und offenen Gesprächen konnten wir uns besser kennen lernen und viel Neues über unsere Mitmenschen und ihre Kulturen lernen.
Ulrich Hallerberg

