Es war ein Herbsttag – auf der Gemeindewiese lagen verschiedenfarbige Blätter. Im großen Saal liefen die Vorbereitungen. Die Tische für die Gäste und das Kuchenbuffet wurden vorbereitet. Es war bereits vorher klar, dass wir zu viel Kuchen hatten, aber wir rechneten ja auch mit Gästen ohne Anmeldung. In der Küche lief alles geordnet ab, das Team war eingespielt. Die Tische wurden liebevoll eingedeckt, die Deko aus frisch geschnittenen Herbstblättern und Kastanien behutsam auf den Tischen verteilt. Die Farben der Servietten passten zur Jahreszeit und dem Anlass. Alles sollte einladend und gemütlich aussehen.
Es gab wohl zu viele verlockende Events, die parallel stattfanden oder die Erinnerungen an die eigene Konfirmandenzeit war nicht so großartig. Der Kaffee war gekocht, der Kuchen aufgeschnitten und die Teelichter auf den Tischen angezündet. Nun wurden noch die Namensschilder zugeschnitten und die Technik testete die Mikrofone und die Präsentation. Der große Saal strahlte in warmen Farben der Scheinwerfer, um die Gäste zu begrüßen. Inzwischen waren auch die ersten Akteure der Jubiläumsfeier eingetroffen: Matthias Jander und Andreas Hamburg – die Technik war nochmal gefordert, um weitere Bilder von lang vergangenen Konfi-Freizeiten hochzuladen.
Eine viertel Stunde vor Beginn der Feier kamen die ersten Gäste. Es passte perfekt, dass sich die ehemalige Diakonin Karin Baba mit einer ihrer Konfirmandinnen bereits im Eingang traf und so im Gespräch vertieft den Saal betraten.
Nach und nach kamen die Gäste und machten sich untereinander bekannt. Von über 200 Eingeladen hatten ca. ein Dutzend Personen die Einladung angenommen. Von den früheren Diakonen bis zum Jahr 2020 waren Karin Baba und Christan Kück „Kücki“ bereits eingetroffen. Auf Daniel Schmidt und Pastor Joachim Musiolik mussten wir wegen der Verkehrslage noch etwas warten und Dietmar Melcher konnte nicht teilnehmen.
Aber dann war es soweit, nach Begrüßung und einem Musikstück hielt Andreas Hamburg eine Andacht. Im Anschluss, nach dem Gebet, konnten nicht nur die Augen, sondern weitere Sinne die Torten und Kuchen genießen. Nach genügend Zeit für Austausch und Kuchenessen wurde der Beamer gestartet und alle versammelten sich vor der Leinwand.
Aufmerksam und fokussiert wie bei einem Bilderquiz wurden die Fotos kommentiert. Dabei spürte man in der Rückschau eine heitere Erinnerung an die vergangene Zeit, ohne die Gegenwart aus dem Blick zu verlieren. Ein Musikstück unterbrach die feierlichen Erinnerungen an die Jugendzeit während der Konfirmandenzeit in der Markusgemeinde.
Das Team Matthias Jander und Joachim Musiolik übernahm die nächste halbe Stunde. Beide hatten über Jahre gemeinsame Konfi-Freizeiten der beiden Gemeinden (St. Markus und Alt-Hastedt) durchgeführt. Einen umfassenden Eindruck bekamen die Gäste durch Erlebnisberichte und selbstgeschriebene Lieder von damals. Ergänzt wurden die Berichte von den anwesenden Diakonen. Ebenso kamen die Veränderungen in der Konfirmandenarbeit zu Tage und die Zeitreise in die Vergangenheit endete mit einigen Erkenntnissen zu den heutigen Herausforderungen und Standards in der Arbeit mit jungen Menschen.
Pastor Andreas Hamburg schloss den Nachmittag mit Gebet und Segen. Die einsetzende Dunkelheit erleichterte den Abschied der Gäste von dieser kleinen, aber feinen Feier.
Jürgen Waßmuth

