Profil

Im Jahr 2017 hat die St.-Markus-Gemeinde ein Profil formuliert, das Sie hier nachlesen können. Weiter unten finden Sie unser aktuelles Gemeindeentwicklungsprogramm “Liebe leben, Leben teilen”.

Gemeindeprofil

Die Ev. St.-Markus-Gemeinde versteht sich als Gemeinschaft von Christen, die gemeinsam das Evangelium, die frohe Botschaft von Jesus Christus, wie sie in der heiligen Schrift, der Bibel, bezeugt ist, leben und weitersagen wollen. Dieses Evangelium ist der Inhalt der Verkündigung und darauf gründen und beziehen sich alle Arbeitsformen der Gemeinde.

Der Gottesdienst am Sonntag mit der Wortverkündigung steht im Zentrum des Gemeindelebens. Durch die Verkündigung soll Glauben geweckt und gefestigt werden. Im Abendmahl kann die Gemeinschaft mit Jesus Christus und untereinander gelebt werden. Auch beim sonntäglichen Kirchcafé, dem monatlichen gemeinsamen Mittagessen und in verschiedenen Gruppen ist Gemeinschaft erfahrbar. Viele Gemeindeglieder treffen sich auch außerhalb des Gottesdienstes regelmäßig, um in unterschiedlichen Haus- und Bibelkreisen durch das gemeinsame Lesen der Bibel und das Gebet ihren Glauben zu teilen und zu stärken. Darüber hinaus gibt es zahlreiche an den jeweiligen Gaben orientierte Interessengruppen. Im Bereich der Musik gibt es Chor- und Bandarbeit mit unterschiedlichen Stilen. Die Kinder-und Jugendarbeit wird durch die Diakonin in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeitenden verantwortet. Es gibt Teams für den Küsterdienst, die Haustechnik, den Begrüßungsdienst und Teams, die diverse diakonische Aufgaben verantworten.

Die Arbeit dieser Teams/Kleingruppen ist ein wesentlicher Bestandteil der gemeindlichen Arbeit. Die Hauptverantwortlichen (der Pastor, die Diakonin sowie der Kirchenvorstand, der sich als Team mit jeweils unterschiedlichen Aufgaben versteht) begleiten die Teams stets unterstützend. Die Ev. St.-Markus-Gemeinde ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts innerhalb der Bremischen Evangelischen Kirche. Die Verfassung der Bremischen Evangelischen Kirche gewährt den Gemeinden eine weitgehende Selbständigkeit und Freiheit in der Ausgestaltung der Glaubens-, Gewissens- und Lehrfreiheit sowie in der inneren Ordnung der Gemeinde. Zur Gemeinde gehören neben den Gemeindegliedern, die im Gemeindebezirk wohnen, auch Christen, die durch Übertritt aus anderen Bezirken dazu gekommen sind. Folgende Gemeindeorgane verantworten die gemeindliche Arbeit: Gemeindeversammlung, Konvent und Kirchenvorstand (aktuell 9 Mitglieder, davon zwei Bauherrn als Vorsitzende des Kirchenvorstands).

Die Ev. St.-Markus-Gemeinde arbeitet in der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Kirche und in der Evangelischen Allianz mit. Sie unterstützt sozial-missionarische Anliegen u.a. in Tansania, Spanien sowie Kuba. Im Stadtteil Obervieland gibt es Kooperationen mit anderen Gemeinden und Einrichtungen in der Aufsuchenden Altenarbeit, in der Truhe 24 (Kleiderkammer) und anderen lokalen Projekten. Die Gemeinde ist Träger einer Kindertageseinrichtung mit 70 Plätzen.

Gemeindeentwicklung: Liebe leben, Leben teilen

Momentan setzen wir uns mit folgenden vier Punkten auseinander und versuchen, mit Gottes Hilfe Veränderungen anzugehen.

Gemeinsames Leben: Dazu gehört alles, was Gemeinde näher zusammenbringt. Aktivitäten, die keine zusätzliche Arbeit bedeuten, sondern von dem leben, was ich selber liebhabe. Von der Bibelstunde bis zum Stammtisch, vom Glaubensseminar bis Bowling oder Fußball. All das, was unsere Gemeindemitglieder sowieso schon gerne tun, kann für andere geöffnet werden. Ob es sich dabei um Koch- oder Filmabende handelt, ist den Stärken und Vorlieben des Einzelnen überlassen, denn die Menschen tun das sowieso, warum dann nicht gemeinsam mit den anderen. Es geht primär darum, dass diese Angebote irgendwo gesammelt und weitergeleitet werden. Die Gemeinschaft braucht gemeinsame Erlebnisse! Ein paar konkrete Überlegungen dazu wären: Markus-Café (Kuchen oder Frühstücksangebot), Kochclub, Abende am Lagerfeuer, Freizeiten

Gottesdienst: Unsere Gottesdienste zeichnen sich durch eine gute Mischung aus traditionellen und freikirchlichen Elementen aus. Diese Besonderheit möchten wir beibehalten. Eine Umfrage unter den Gottesdienstbesucher:innen ergab, dass die Gemeinde mit der Gestaltung der Gottesdienste zufrieden ist. Es geht uns von daher nicht vorrangig um eine Umgestaltung unserer Gottesdienste, sondern vor allem darum, dass das Authentische im Vordergrund steht. Damit diejenigen, die sich aktiv am Gottesdienst beteiligen, ihr Potential und ihre Fähigkeiten entwickeln und vertiefen können, sollen entsprechende Schulungen angeboten werden. Auch an einer besseren Planung und Vorbereitung der Gottesdienste wollen wir arbeiten. Es ist uns wichtig, dass sich alle im Gottesdienst zu Hause fühlen. Hierbei denken wir u.a. an die Gründung eines Willkommens- Teams.

Äußerliche Umgestaltung: Der Glaube, in einer engen evangelischen Auffassung, bildet sich von innen nach außen. Dieser Behauptung sei zu widersprechen. Denn die Räume, in denen wir unseren Glauben den Ausdruck verleihen, haben auch ihre Wirkung und können unseren Glauben formen und lebendiger halten. Es wird niemand bestreiten, dass die Gemütlichkeit, die unsere Häuser ausstrahlen von Bedeutung ist, und ein Gefühl der Geborgenheit und des Zuhauseseins vermitteln. Auch die Räumlichkeiten in unserer Kirche haben diese Aufgabe: unserem Glauben ein besonders Zuhause zu geben und einen Raum zu sein, in dem unsere Gemeinschaft sich wohltuend leben und entfalten lässt. Einen großen Segen haben wir durch die hohe Anzahl der Gottesdienstbesucher:innen, die auch gerne zum Kirchkaffee bleiben, und um diesen Wunsch aufrecht zu erhalten und auch die Kirche einladender für Interessierte zu machen, wollen wir unsere Räumlichkeit und Außengelände in neunen Glanz erstrahlen zu lassen. Die Liebe Gottes manifestiert sich auch an der Liebe zu Detail und wird durch die äußere Erscheinung erlebbar.

Kommunikation: Damit Menschen Liebe leben und Leben teilen können, braucht es eine Form der Kommunikation, die ein respektvolles Miteinander fördert. Wir lassen uns vom zweiten Teil des Doppelgebotes der Liebe („Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst“) leiten und schaffen an zwei Samstagvormittagen einen Raum, in dem wir erleben können, wie wohltuend eine klare, konstruktive Form der Kommunikation ist: für uns selbst und unser Gegenüber. Konkret beschäftigen wir uns mit folgenden Fragen, um fit für den (Gemeinde-)Alltag zu werden: Wie können wir mit Menschen in Kontakt kommen, die wir noch nicht kennen? Wie bleiben wir gut in Beziehung mit anderen – auch bei Meinungsverschiedenheiten, oder Anlass für Kritik? Wie können wir unserer/unserem Gesprächspartner :in zuhören und mit seiner /ihrer Sichtweise respektvoll umgehen? Wie können wir uns selbst bewusst wahrnehmen und unsere Bedürfnisse formulieren? Optional finden im Laufe des Jahres weitere Treffen in Kleingruppen statt, um das Gelernte zu vertiefen.