Heimat – da wo mein Herz ist

Ich reise gerne und habe einige europäische und einige Länder auf anderen Erdteilen bereist und dort viele spannende und bereichernde Erfahrungen und Begegnungen gemacht. Fast immer ging dabei die Zeit viel zu schnell vorüber. Oft dachte ich, wenn der Tag der Rückreise näher rückte: Ach nee, jetzt würde ich ja gern noch hier bleiben und noch dieses und jenes entdecken. Aber die Rückflüge waren gebucht, und so ging es zurück nach Bremen. Je näher ich dann unserer schönen Heimatstadt kam, umso dankbarer wurde ich meistens, insbesondere, wenn das Flugzeug direkt über der Markus-Gemeinde einschwebte!

Man freut sich auf die Heimat. Sie ist unser Zuhause, ein Ort der uns vertraut ist, der uns Geborgenheit und Sicherheit vermittelt. Hier habe ich es mir mit meiner Familie meinen Möglichkeiten entsprechend gut und gemütlich eingerichtet. Hier habe ich mein soziales Umfeld, meine Familie, meine Freunde, meinen Arbeitsplatz, meine Gemeinde. Hier kann ich sein, der ich bin, auch in schwierigen Zeiten! Gemäß dem Philosophen Karl Jaspers ist es auch der Ort, wo ich verstehe und verstanden werde.

Für mich ist meine Heimat in Bremen ein Geschenk, denn ich genieße das Vorrecht, in einem friedlichen, stabilen Umfeld leben zu können. Als Christ erlebe ich Heimat vor allem auch in der Nähe Gottes, der als mein Schöpfer genau weiß, wer ich bin und was ich brauche, um das Leben zu meistern. Das erlebe ich mit vielen anderen Christen in der Gemeinde, die ein fester Bestandteil meiner irdischen Heimat ist. Darüber hinaus bietet Gott mir auch eine himmlische Heimat an. Jesus sagt kurz vor seiner Gefangennahme seinen Jüngern: „Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Ich gehe jetzt voraus, um einen Platz für euch vorzubereiten.“ (Johannes 14,2)

Es ist schön, wenn man nach Hause kommt und alles einladend vorbereitet vorfindet. Dahin kommt man gerne zurück. Das gilt für uns Christen ganz besonders für das himmlische Zuhause, das uns Jesus durch seinen Tod am Kreuz vorbereitet hat, so dass wir uns quasi nur noch entscheiden müssen, ob wir seine Einladung in dieses himmlische Zuhause annehmen. Jesus freut sich auf uns und wartet auf unsere Antwort. Gerade in unserer eher unruhigen Zeit, in der manche Sicherheit der vergangenen Jahre gar nicht mehr so sicher erscheint, ist es gut zu wissen, dass seine Einladung, nach Hause zu kommen, verlässlich gilt.

Als Kirchenvorsteher der Markus-Gemeinde wünsche ich allen Lesern eine gesegnete Passions- und Osterzeit und heiße Sie in unserer Gemeinde zu den vielen Veranstaltungen herzlich
willkommen.
Ulrich Hallerberg, Bauherr