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Ev. St. Markus-Gemeinde
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Die Taufe in der evangelischen Kirche Zurück zur Taufe
In der Evangelischen Kirche gibt es sowohl die Kinder- wie auch als Erwachsenentaufe. Die Säuglingstaufe setzt eine bewusste Glaubensentscheidung der Eltern und Paten voraus, denn sie versprechen, das Kind im Glauben zu erziehen, das heißt, sie müssen selber an Jesus glauben und in der Gemeinde mitleben.

Auch ohne Taufe können Kinder evangelischer Eltern wie getaufte Kinder in der Kirche mitleben, bis sie selber eine Entscheidung treffen können. (Mit 14 Jahren ist man aktiv religionsmündig und kann selber über seine Religionszugehörigkeit bestimmen, mit 12 Jahren ist man passiv religionsmündig und muss einen Religionswechsel der Eltern nicht mit vollziehen).

In der Ev. St.-Markus-Gemeinde weisen wir besonders darauf hin, dass man Säuglinge, statt sie taufen zu lassen, segnen lassen kann, das heißt, in einem Gottesdienst besonders um den Segen und Schutz für das Kind beten und den Segen zusprechen. (Kindersegnung; siehe Markus 10, 13-16)

Die gesegneten Kinder sind wie alle anderen Menschen eingeladen, die Botschaft von Jesus zu hören und an ihn zu glauben. Wer zum Glauben an Jesus gefunden hat, soll sich dann als Jugendlicher oder später als Erwachsener taufen lassen. (z.B. nach dem Abschlussgottesdienst zum Konfirmandenunterricht. Wir nennen in der Ev. St.-Markus-Gemeinde den Gottesdienst bewusst nicht Konfirmation, damit nicht getaufte Kinder, die den Unterricht als Taufunterricht besucht haben, daran teilnehmen können, ohne sich verpflichtend vorher für den Glauben an Jesus Christus und die Taufe entschieden haben zu müssen.)

Die Taufe ist ein Zeichen für die Umkehr, die Abwaschung der Sünden und das Begraben-werden des alten Menschen, der ohne und gegen Gott lebt. [Ursprünglich wurde man bei der Taufe ganz untergetaucht, ein symbolisches Ertrinken. Wer aus der Taufe heraussteigt, ist ein anderer Mensch, ein Christ.] Der Getaufte soll und darf als neuer Mensch leben in enger Verbindung mit Jesus. [Dazu gehört das Sprechen mit Jesus im Gebet und das Hören auf Jesus, indem man in der Bibel liest und mit anderen drüber spricht. Ein Christ bittet um die Führung durch den Heiligen Geist und ist bemüht, nach den Geboten und dem Willen Gottes zu leben.] Alle Getauften gehören zusammen. Die Verbindung mit anderen Christen ist deshalb wichtig. [Beteiligung am Gemeindeleben: Gottesdienst, Jugendkreis, Bibelkreis o.ä.] Paulus schreibt an die Korinther (1. Korinther 12, 13): “Wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft.” Er meint damit, dass alle Getauften zusammengehören, wie Hände, Füße, Augen, Ohren und alle anderen Körperteile zu dem einen Körper gehören.

Wer als Säugling getauft ist, muss als Kind, Jugendlicher oder Erwachsener ganz persönlich „Ja“ zu seiner Taufe sagen, das heißt, sein Leben Jesus anvertrauen und von da ab in der Verbindung mit Jesus und im Glauben an ihn leben, sonst nützt ihm die Taufe nichts.

Wer getauft ist gehört damit auch zur evangelischen Kirche und in die christliche Gemeinschaft auf der ganzen Welt. Ihm gilt Gottes Segen, der zugleich Gottes Anspruch auf das Leben des Getauften bezeugt.